Mit dem Mikroprojekt „Habibtea – Raum für Begegnung und Bildung“ ist ein neuer Treffpunkt entstanden, der Begegnung, Bildung, Austausch und gemeinschaftliches Engagement miteinander verbindet. Was zunächst mit einer Idee und einem Auftaktworkshop begann, entwickelte sich zu einem beeindruckenden Gemeinschaftsprojekt, das maßgeblich von Jugendlichen gestaltet und umgesetzt wurde. Indem die Jugendlichen Verantwortung übernahmen und den Raum selbst gestalteten, stärkte das Projekt zugleich ihre Beteiligung am Gemeindeleben und die Gemeinde als Ort zivilgesellschaftlichen Engagements.
Den Auftakt machten engagierte Jugendliche gemeinsam mit dem Vorstand im Rahmen eines Workshops. 16 Jugendliche im Alter von 14 bis 26 Jahren brachten ihre Wünsche, Ideen und Bedarfe ein. Gemeinsam entstand eine erste Skizze für die zukünftige Nutzung der Räumlichkeiten. Anschließend wurden Aufgaben verteilt, die von der Inventarisierung und dem Ausräumen über die Organisation und die Kontaktaufnahme mit Handwerksbetrieben bis hin zum Spendensammeln und der Öffentlichkeitsarbeit reichten.
Gemeinsam wurden anschließend die Räumlichkeiten vollständig ausgeräumt. Bücher wurden gesichtet und kategorisiert – entweder zur Weiterverwendung oder zum Verschenken. Auch Möbel und weitere Nutzungsgegenstände wurden gemeinsam sortiert. Nicht mehr brauchbare Dinge wurden entsorgt, während andere Gegenstände durch kreatives Upcycling eine neue Verwendung fanden. Parallel dazu starteten die Jugendlichen eigene Spendenaktionen, unter anderem einen Kuchenverkauf und einen Basar. Die dabei erzielten Einnahmen flossen vollständig in die Umsetzung des Projekts. Besonders hervorzuheben ist, dass die Jugendlichen den Großteil der organisatorischen Aufgaben selbst übernahmen. Sie planten Aktionen, warben über soziale Medien für das Projekt und knüpften eigenständig Kontakte.
Bei den baulichen Arbeiten erhielt die Jugendgruppe tatkräftige Unterstützung von fünf ehrenamtlichen Handwerkern. Gemeinsam wurde Schritt für Schritt aus den bisherigen Räumlichkeiten ein moderner und einladender Begegnungsort. Die Beleuchtung wurde erneuert, die Heizung ausgetauscht und Fenster sowie Türen wurden repariert. Außerdem wurden die Wände gestrichen und ein neuer Boden inklusive Dämmung verlegt. So entstand ein Raum mit unterschiedlichen Funktionsbereichen: einem Lern- und Veranstaltungsbereich, einer gemütlichen Sitzecke sowie einem Bar- und Küchenbereich.
Die Eröffnung wurde gebührend gefeiert. Am Eröffnungsabend stellten die Jugendlichen das Projekt vor, berichteten über den gemeinsamen Entstehungsprozess und sprachen ihren Unterstützerinnen und Unterstützern einen herzlichen Dank aus. Bei einer anschließenden Besichtigung konnten die Gäste den neugestalteten Raum kennenlernen. Parallel fand der Basar statt. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Filmabend**, an** dem 38 Jugendliche teilnahmen. Damit wurde der neue Raum bereits am Eröffnungsabend zu dem Ort, für den er geschaffen wurde: einem Ort, an dem Jugendliche zusammenkommen, Zeit miteinander verbringen und Gemeinschaft erleben können.
Das Projekt zeigt, was Jugendliche erreichen können, wenn sie Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und dabei unterstützt werden. Diese gemeinsame Leistung machte zugleich die Gemeinde im Stadtteil als offenen und jugendorientierten Ort sichtbarer.
Durchgeführt durch: Türkisch-Islamische Gemeinde zu München-Pasing e.V.


