Mit dem Mikroprojekt „Neuer Jugend(t)raum der Jugendlichen“ wurde der Jugendraum der Gemeinde gemeinsam mit Jugendlichen als offener Treffpunkt weiterentwickelt und neugestaltet. Im Mittelpunkt stand dabei die aktive Beteiligung der Jugendlichen selbst, denn diese brachten ihre Ideen ein, packten gemeinsam an und übernahmen Verantwortung für ihren eigenen Begegnungsraum. So entstand ein Ort, der heute Raum für Austausch, gemeinsame Aktivitäten und neue Ideen bietet.
Ausgangspunkt war ein gemeinsamer Planungsworkshop, in dem Ideen gesammelt und konkrete Schritte entwickelt wurden. Es folgten die eigenständige Materialbeschaffung sowie umfangreiche Aufräumarbeiten, bevor schließlich Boden verlegt, Wände gestrichen und neue Möbel aufgebaut wurden. Dabei wurden nicht nur neue Elemente integriert, sondern auch bestehende Möbel wiederverwertet.
Insgesamt engagierten sich 12 Jugendliche aktiv bei der Umsetzung des Projekts, unterstützt von drei Erwachsenen. Gemeinsam gestalteten sie nicht nur ihren Jugendraum neu, sondern sammelten dabei wertvolle Erfahrungen. Neben praktischen Fähigkeiten standen vor allem Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und gemeinschaftliches Engagement im Vordergrund. Die gemeinsame Arbeit stärkte den Zusammenhalt untereinander und förderte die Identifikation der Jugendlichen mit ihrer Gemeinde und deren Angeboten. Zudem wurde das lokale Angebot durch den neugestalteten Jugendraum erweitert. Es entstand ein lebendiger Treffpunkt, der heute konstant von 15 bis 20 Jugendlichen genutzt wird. Er hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt in dem Gespräche, gemeinsame Aktivitäten, Workshops und kleinere Veranstaltungen stattfinden. Insgesamt haben rund 40 Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren am Projekt teilgenommen. Neben dem sichtbaren Ergebnis wurde vor allem das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Eigeninitiative gefördert.
Ein besonderes Highlight war die Eröffnungsfeier, zu der auch die Nachbarschaft eingeladen wurde. Die offizielle Einweihung unterstrich die Bedeutung des Projekts für die lokale Gemeinschaft. Auch die durchgeführte Brandschutzuntersuchung bestätigte die fachgerechte Umsetzung der Arbeiten – ein zusätzlicher Erfolg für die beteiligten Jugendlichen, die die praktische Arbeit als bereichernd erlebt haben, auch wenn sie teilweise herausfordernd war.
Das Projekt wurde auch im kommunalen Umfeld positiv wahrgenommen. Besonders hervorgehoben wurde die Eigeninitiative der Jugendlichen sowie ihr ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft. Es zeigt eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn junge Menschen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen selbst in die Tat umzusetzen.
Das Mikroprojekt ist damit ein gelungenes Beispiel für aktive Jugendbeteiligung und für die nachhaltige Stärkung eines sozialen Treffpunkts innerhalb der Gemeinde.
Durchgeführt durch: Alevitische Bektas-i Kultur Verein in Herne u. Umgebung e.V.


