Danksagung für Ramadan-Beleuchtung: Austausch mit Frankfurter Bürgermeisterin würdigt Engagement für Vielfalt und Zusammenhalt

15.04.2026

Vertreter*innen muslimischer Gemeinden in Frankfurt, mit denen der Wohlfahrtsverband-SmF im Rahmen des Projektes ProAktiMO zusammenarbeitet, haben der Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg ihren Dank für die Ramadan-Beleuchtung in der Stadt ausgesprochen. Bei einem persönlichen Treffen im Rathaus wurde die Beleuchtung auf der Großen Bockenheimer Straße („Fressgass’“) als wichtiges Zeichen für gesellschaftliche Anerkennung, Vielfalt und Zusammenhalt gewürdigt.

Das Treffen bot zugleich Raum für einen offenen und konstruktiven Austausch über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie die Bedeutung muslimischer Teilhabe. Dabei wurden die Inhalte und Ziele des Projekts ProAktiMO vorgestellt und gemeinsam Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit diskutiert.

Die Bürgermeisterin zeigte großes Interesse an der Projektarbeit und betonte:

„Die Stärkung von Frauen und die Förderung junger Menschen sind für mich zentrale Anliegen – es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement hier insbesondere auch Frauen Verantwortung übernehmen und Projekte mitgestalten.“

Zudem hob sie hervor, wie wichtig es sei, innovative Projektansätze weiterzuentwickeln und Erfahrungen aus unterschiedlichen Standorten stärker zu vernetzen.

Am Austausch beteiligt waren der Standortkoordinator des Projektes am Standort Frankfurt Salih Özkan sowie Teilhabelots*innen, Ehrenamtliche und Vertreter*innen der beteiligten Gemeinden (die Türkische Kulturgemeinde Fechenheim e.V., der Islamischer Verein Hattersheim e.V., das Islamisch-Bosnisches und Albanisches Kulturzentrum IKZ Frankfurt e.V., das Alevitisches Glaubenszentrum Şah Hatayi Frankfurt am Main e.V.).

Diese Gemeinden engagieren sich im Rahmen von ProAktiMO für gesellschaftliche Teilhabe, Empowerment und nachhaltige Projektarbeit.

Als Zeichen der Wertschätzung überreichten die Teilnehmenden der Bürgermeisterin eine Orchidee sowie traditionellen türkischen Mokka mit passenden Tassen.

Sinnbildlich für nachhaltige Beziehungen und gegenseitige Wertschätzung wurde auch das türkische Sprichwort zitiert: „Eine Tasse Kaffee verbindet für vierzig Jahre.“

Die Ramadan-Beleuchtung, die in Städten wie Frankfurt, Köln und Freiburg im Ramadan 2026 sichtbar zum Stadtbild gehörte, steht für einen gesellschaftlichen Wandel und für mehr Anerkennung muslimischen Lebens in Deutschland. Festlich gestaltete Lichtinstallationen mit Motiven wie dem Halbmond und Sternen machen den Fastenmonat im öffentlichen Raum sichtbar und tragen zu einem respektvollen Miteinander bei. Die klare Botschaft: Muslimisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil dieser Gesellschaft.

Die Bedeutung solcher sichtbaren Zeichen zeigt sich auch im gesellschaftlichen Umgang mit Herausforderungen. So wurde die Ramadan-Beleuchtung in Freiburg im Breisgau Ziel von Sabotage. Die breite Solidarität aus Politik und Zivilgesellschaft verdeutlichte jedoch, dass Angriffe auf religiöse Symbole den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht schwächen, sondern stärken können.

Die Danksagung an die Stadt Frankfurt unterstreicht die Bedeutung kommunaler Initiativen für ein respektvolles und inklusives Zusammenleben. Sichtbare Zeichen wie die Ramadan-Beleuchtung tragen dazu bei, Zugehörigkeit zu stärken und Vielfalt als festen Bestandteil unserer Gesellschaft zu verankern.

Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die dieses starke Signal für Zusammenhalt und gelebte Vielfalt ermöglichen.