Die digitale Welt ist fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Soziale Medien, Messenger-Dienste und Online-Plattformen bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Information, Kommunikation und gesellschaftlichen Teilhabe. Gleichzeitig sind Jugendliche und junge Erwachsene jedoch zunehmend mit Herausforderungen wie Cybermobbing, Hassrede, Fake News und Datenschutzrisiken konfrontiert.
Um junge Menschen für einen sicheren, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren, wurde im Rahmen dieses Mikroprojekts ein vielfältiges Workshopangebot Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren aus der Gemeinde und Nachbarschaft umgesetzt. Die etwa 15 Teilnehmenden brachten dabei unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven in das Projekt ein.
Unter Anleitung einer geschulten Fachkraft beschäftigten sich die Jugendlichen mit zentralen Themen der digitalen Medienwelt. Im Mittelpunkt standen Datenschutz, sichere Passwörter, der Schutz persönlicher Daten, die Erkennung von Falschinformationen sowie der Umgang mit Hassrede und Cybermobbing. Darüber hinaus wurden die Teilnehmenden darin gestärkt, digitale Inhalte kritisch zu hinterfragen und die Vertrauenswürdigkeit von Informationen im Internet besser einzuschätzen.
Das Projekt startete mit einer Kennenlernphase, in der Projektteams gebildet und gemeinsame Grundlagen erarbeitet wurden. Anschließend setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Mechanismen digitaler Kommunikation auseinander. Durch praxisnahe Übungen und interaktive Methoden entwickelten sie individuelle Schutzstrategien und lernten, gesellschaftliche Verantwortung auch im digitalen Raum zu übernehmen. Ein besonderer Fokus lag auf der Förderung von Medienkritik, Datenschutzbewusstsein und respektvoller Online-Kommunikation.
Gemeinsam erstellten die Teilnehmenden digitale Beiträge, in denen sie ihre neu erworbenen Kenntnisse kreativ aufbereiteten und ihre Erfahrungen sichtbar machten. Die aktive Zusammenarbeit stärkte nicht nur die digitalen Kompetenzen der Jugendlichen, sondern förderte auch den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Gemeinde und Nachbarschaft.
Den Abschluss des Projekts bildete eine interaktive öffentliche Veranstaltung mit Jugendlichen, Familienangehörigen, Nachbarinnen und Nachbarn sowie zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren. Mehr als 30 Gäste nutzten die Gelegenheit, die Projektergebnisse anzusehen, die Projektgruppe kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über Chancen und Herausforderungen der digitalen Welt auszutauschen.
Das gemeinsame Lernen vernetzte die Nachbarschaft, stärkte den Zusammenhalt in der Gemeinde und setzte ein Zeichen für einen respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang miteinander, sowohl online als auch offline.
Durchgeführt durch: Verband der Aleviten des Ostmittelmeerraumes in Delmenhorst und Umgebung e.V.


