„Miteinander stark – Zusammenhalt im Netz und im Leben“

27.07.2026

Mit dem Mikroprojekt „Miteinander stark – Zusammenhalt im Netz und im Leben“ wurden Jugendliche dabei unterstützt, einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen sowie ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Das Projekt verband Medienbildung, Persönlichkeitsentwicklung und gemeinschaftliche Erlebnisse. Es nahmen insbesondere Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren teil.

Bereits in der Vorbereitungsphase wurde ein gemeinsames Projektteam aus Erwachsenen und Jugendlichen gebildet. Gemeinsam wurden Termine abgestimmt, eine externe Referentin eingebunden, Workshops und Exkursionen geplant sowie Räumlichkeiten organisiert. Über Flyer, Aushänge und soziale Medien wurde das Projekt öffentlich beworben und die Teilnehmende gewonnen.

Den Auftakt bildete der Workshop „Echt bleiben in einer lauten Welt“. Im Mittelpunkt standen die Themen Identität, Selbstreflexion und der Einfluss sozialer Medien auf das eigene Selbstbild. Durch Gespräche, Gruppenübungen und kreative Methoden setzten sich die Jugendlichen mit ihrem Medienkonsum und ihrer Bildschirmzeit auseinander. Die Ergebnisse verdeutlichten, wie unterschiedlich die Wahrnehmung digitaler Inhalte sein kann und regten zum gemeinsamen Austausch an.

Im zweiten Workshop stand Medienkompetenz und digitale Verantwortung im Mittelpunkt. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Themen wie Medienbildern, Fake News, Cybermobbing und Datenschutz. Gemeinsam wurde erarbeitet, warum Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen stammen sollten und wie sich Inhalte kritisch hinterfragen lassen.

Ein weiterer Programmpunkt war ein besonderer Einblick in die Medienwelt. Eine Referentin des Norddeutschen Rundfunks stellte die Arbeitsweise des Senders vor und vermittelte den Jugendlichen anschaulich, wie journalistische Inhalte entstehen und welche Verantwortung Medien bei der Berichterstattung tragen.

Im Rahmen einer anschließenden Exkursion zum Virtual Escape Hamburg konnten die Jugendlichen gemeinsam verschiedene Aufgaben lösen und erfuhren dabei, wie wichtig Zusammenarbeit, gegenseitiges Vertrauen und verantwortungsvolles Handeln auch in digitalen Umgebungen sind. Gleichzeitig wurde deutlich, wie digitale Räume Emotionen und Entscheidungen beeinflussen können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts war ein Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstraining, das gemeinsam mit einer externen Referentin durchgeführt wurde. Die Jugendlichen lernten, Gefahrensituationen besser einzuschätzen, persönliche Grenzen wahrzunehmen und selbstbewusst zu kommunizieren.

Den Höhepunkt des Projekts bildete die gemeinsame Abschlussveranstaltung mit Jugendlichen, Eltern und den beteiligten Referentinnen und Referenten. Dort präsentierten die Teilnehmenden die Ergebnisse der Workshops und Exkursionen, berichteten von ihren Erfahrungen und reflektierten gemeinsam den Projektverlauf. Insgesamt nahmen rund 72 Personen an der Veranstaltung teil und machten sie zu einem gelungenen Abschluss des Projekts.

Auch nach dem offiziellen Projektende setzte sich der Austausch fort. In weiteren kostenneutralen Gesprächsrunden reflektierten die Jugendlichen ihre Erfahrungen und tauschten sich über die gewonnenen Erkenntnisse aus. Die behandelten Themen konnten nachhaltig vertieft und in den Alltag übertragen werden.

An den einzelnen Projektterminen nahmen – mit Ausnahme eines Termins während der Weihnachtszeit – regelmäßig zwischen 24 und 26 Jugendliche teil.

Die Resonanz auf das Mikroprojekt war durchweg positiv. Besonders erfreulich war, dass sich nach Abschluss der Maßnahme erste Eltern sowie Jugendliche aus der Nachbarschaft, die bislang keinen Bezug zur Gemeinde hatten, nach weiteren Angeboten erkundigten. Damit konnte das Projekt nicht nur Medienkompetenz und Persönlichkeitsentwicklung fördern, sondern auch neue Zielgruppen ansprechen und den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde sowie im Stadtteil nachhaltig stärken.

Durchgeführt durch: Islamische Gemeinde Wilhelmsburg e.V. in Hamburg