Kunst verbindet, schafft Begegnung und eröffnet neue Perspektiven. Genau hier setzte das Mikroprojekt „Mit Pinsel und Kamera – Junge Frauen entdecken die Wirkung der Kunst“ an. Ziel war es, jungen Frauen unterschiedliche Zugänge zu kreativer Gestaltung zu eröffnen, ihre kulturelle Teilhabe zu stärken und Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stand die Idee, Kunst als verbindendes Medium zu nutzen. In Workshops, einer Natur-Exkursion und einer öffentlichen Abschlussausstellung konnten die Teilnehmerinnen eigene Ideen entwickeln, Neues ausprobieren und ihre Perspektiven sichtbar machen.
Den Auftakt bildete ein Aquarell-Workshop, bei dem die Teilnehmerinnen zunächst in den Ablauf und die Inhalte des Projektes eingeführt wurden. Anschließend vermittelte die Kursleitung die Grundlagen der Aquarellmalerei und zeigte verschiedene Techniken anschaulich und praxisnah. Danach konnten die Teilnehmerinnen selbst kreativ werden. Im zweiten Aquarell-Workshop wurden die Kenntnisse vertieft. Die Teilnehmerinnen entwickelten eigenständig individuelle Kunstwerke und konnten dabei ihre eigenen Vorstellungen und Ausdrucksformen einbringen. Im Fotografie-Workshop lernten die Teilnehmerinnen Grundlagen der Bildgestaltung kennen und erhielten praktische Tipps zu Kameraeinstellungen auch insbesondere für die Fotografie mit dem Smartphone.
Das Gelernte blieb nicht nur Theorie, denn die Teilnehmerinnen konnten die verschiedenen Möglichkeiten unmittelbar ausprobieren und ihre eigene Sicht auf Motive und Situationen entwickeln. Eine besondere Gelegenheit dazu bot die Natur-Exkursion ins Rosarium. Mit einem Beobachtungsauftrag ausgestattet, waren die Teilnehmerinnen eingeladen, ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen und besondere Momente, Formen und Details zu entdecken.
Das Projekt richtete sich nicht nur an die Gemeinde, sondern öffnete sich bewusst für weitere Begegnungen. Ein Workshop fand auch mit Kindern statt, wobei die Aquarelltechnik niedrigschwellig vermittelt und gemeinsam praktisch ausprobiert wurde. So wurde Kunst zu einer gemeinsamen Sprache, die unabhängig von Alter, Herkunft oder persönlichen Erfahrungen einen Zugang zueinander schaffen konnte.
An den einzelnen Angeboten nahmen jeweils zwischen acht und zwölf Personen teil. Durch die unterschiedlichen Formate entstanden immer wieder neue Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und eigene Erfahrungen einzubringen. Begleitet wurde das Projekt durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit. Über Social-Media, Flyer und persönliche Einladungen wurde auf die Angebote aufmerksam gemacht und zur Teilnahme eingeladen.
Ein besonderer Höhepunkt war die öffentliche Abschlussausstellung. Die entstandenen Kunstwerke wurden präsentiert und machten die kreativen Perspektiven und Ideen der Teilnehmerinnen für ein breiteres Publikum sichtbar. Mehr als 40 Besucherinnen und Besucher kamen zur Ausstellung. Sie bot nicht nur Raum für die Präsentation der Werke, sondern vor allem für Austausch und Begegnung. Die Kunstwerke wurden zum Ausgangspunkt für Gespräche und machten deutlich, wie vielfältig die Perspektiven und Lebenswelten der jungen Frauen sind.
Das Projekt wurde insbesondere im Hinblick auf die Förderung von Teilhabe und Begegnung positiv wahrgenommen. Es entstanden neue Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Communities. Die Verbindung von künstlerischem Arbeiten und sozialem Austausch erwies sich als besonders wirkungsvoll. Kunst bietet einen niedrigschwelligen Zugang, über den unterschiedliche Gruppen miteinander in Kontakt kommen und Gemeinsamkeiten entdecken können.
Durchgeführt durch: DITIB Türkisch Islamische Union Grüne Moschee Yeşil Camii e.V. in Uetersen


